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Stiftung für Nutztiere Hauptseestrasse 115 6315 Morgarten / ZG
HAPPY  MUHDAY
Erste Kontakte: Im Oktober 2017 hatte ich, Markus Bosshard das Vergnügen, die Familie Dörig kennenzulernen, die auf der Suche nach neuen Perspektiven für ihren Milchbetrieb war. Sie informierten sich bei Roland Hugentobler, dem Betreiber vom Stall-Happy, einem tierfreundlichen Ort, der Pensionsplätze für Pferde und in kleinerem Umfang auch für Kühe und Ochsen anbietete. Die Familie Dörig war motiviert, Veränderungen in ihrem Betrieb vorzunehmen, und war auch bereit, neue Wege zu gehen. Die ursprüngliche Idee, eine Pferdepension zu betreiben, wandte sich jedoch in eine vielversprechendere Richtung, als Sepp Dörig die Möglichkeiten für die seinerzeit 15 Pensionskühe und -ochsen im Stall-Happy vorgestellt bekam. An diesem Tag hatte ich das Glück, ebenfalls vor Ort anwesend zu sein. Roland und ich konnten der Familie Dörig die Vorteile und Chancen einer Kuhpension aufzeigen, die als innovatives Konzept problemlos in die bestehende Landwirtschaft integriert werden kann. Die Offenheit der Familie Dörig, sich aktiv von der traditionellen Haltungsstruktur zu entfernen, während sie gleichzeitig ihren geliebten Tieren treu bleiben wollten, war bemerkenswert. Dieses Engagement für das Wohlergehen ihrer Tiere ist nicht nur lobenswert, sondern illustriert auch ihre progressive Denkweise. Ihre Bereitschaft, neue Wege zu gehen und sich den Herausforderungen einer sich wandelnden Zukunft zu stellen, ist inspirierend und zeigt Entschlossenheit. Der Austausch während unseres Treffens war für mich persönlich sehr bedeutend und hat die Weichen für eine spannende und zukunftsorientierte Entwicklung gestellt. Es ist ermutigend zu wissen, dass es Menschen wie Sepp und Isabelle Dörig gibt, die bereit sind, neue Wege zu beschreiten und ein Beispiel für andere zu sein, wie man respektvollen Umgang mit Tieren auch in landwirtschaftlichen Betrieben positiv und wirtschaftlich gestalten und umsetzen kann. Sepp Dörig und ich vereinbarten zeitnah einen Termin, um die nächsten Schritte zur Umsetzung dieser vielversprechenden Idee auf Ihrem Hof in der Oberschönau weiter zu vertiefen und voranzutreiben.
Erste Hofbegehung - Nov. 2017 Bei meiner ersten Hofbesichtigung im November 2017 bekam ich einen guten Eindruck von der Infrastruktur. Das Stallgebäude ist in zwei Bereiche gegliedert: ein vorderer Teil für Kühe und Kälber und ein angrenzender Bereich mit Heustock sowie zusätzliche Unterkünfte und Platz für Heuwagen und Traktoren. Der vordere Stallbereich ist in zwei gegenüberliegende Bereiche unterteilt, wo jeweils bis zu 17 Tiere in Anbindehaltung Platz finden. Die Kühe tragen Glocken in unterschiedlicher Grösse. Es gibt einen angrenzenden Aussenauslauf mit vorteilhaftem Untergrund aus Holzhäcksel, wo sich die Kühe besonders im Winter regelmässig frei bewegen können. Die Kälber werden in zwei separaten Laufboxen mit Tiefeinstreu und in Gruppenhaltung untergebracht. Für trächtige Kühe ist im angrenzenden Stall ein grosszügiger Abkalbe-Bereich eingerichtet. Zudem sind hier auch drei Familien-Pferde untergebracht. Von Frühling bis Spätherbst können die Tiere auf einem weitläufigen Weideland von 20 Hektar grasen, das rund um den Betrieb liegt und grösstenteils einsehbar ist. Ausserdem bereichern ein treuer Hofhund und einige Katzen, die aus dem Tierheim adoptiert wurden, das Hofleben.
Stand November 2017 Stand November 2017 Stand November 2017 Stand November 2017 Stand November 2017 Stand November 2017 Stand November 2017 Stand November 2017
Planung für Umbau: Bei einer weiteren Begehung der Stallinfrastruktur zusammen mit Roland Hugentobler wurden die notwendigen Umbauarbeiten besprochen. Wir konnten schnell festlegen, wo und wie Wanddurchbrüche für den Zugang zum neuen Liegebereich sowie einen zweiten Durchgang nach draussen sinnvoll und kosteneffizient umgesetzt werden können. Auch das Verlegen zusätzlicher Wasserleitungen für die Tränke im Laufbereich haben wir geklärt. Zudem wurde besprochen, wie die zukünftige Laufstallstruktur aussehen soll. Der neue Liegebereich wird erweiterbar sein und mit einer stabilen Holzwand sowie zwei Durchgängen den Tieren einen gut strukturierten und sicheren Aufenthaltsort bieten.
Vereinbarte Projekt-Ziele: Die Gründung der Stiftung für Nutztiere war zu diesem Zeitpunkt noch in der Planungsphase, und es fehlten konkrete Richtlinien für eine Kuh- & Ochsenpension. Daher haben Roland, Sepp und ich gemeinsam die Projektziele auf Basis meiner bisherigen Erfahrungen festgelegt. Für die Familie Dörig ist dieses Projekt eine Herzensangelegenheit, weshalb viele zusätzliche Stallkomponenten integriert wurden, die wir hier nicht im Einzelnen auflisten.
Aufgabe als Privatperson: Die wichtigste Aufgabe in diesem Projekt besteht darin, Gönnerinnen und Gönner sowie Patenschaften für die betriebseigenen Tiere zu finden. Höchste Priorität haben die bereits älteren Tiere im Betrieb, die aufgrund ihrer abnehmenden Milchleistung nicht mehr auf andere Höfe verkauft werden können. Für diese gilt es, schnellstens Patenschaften zu finden, um die wiederkehrenden Pensionskosten zu decken. Zusätzlich sollen die neu geschaffenen Pensionsplätze sowohl mit betriebseigenen als auch mit Tieren von externen Anfragen belegt werden. Das Ziel ist, die finanzielle Situation im Einklang mit dem Rückbau der Milchwirtschaft für den Betreiber ausgeglichen zu halten. Die Organisation von Transporten für externe Tiere zur neuen Kuh- & Ochsenpension gehört ebenfalls zu den Aufgaben. Um der neuen Kuh- & Ochsenpension Schönau mehr Sichtbarkeit zu verschaffen, wird eine neue Website erstellt, die die positiven Aspekte einer artgerechten und nachhaltigen Tierhaltung hervorhebt. Regelmässige Hofbesuche und Gespräche über den Projektverlauf helfen uns, Verzögerungen oder Missverständnisse zu vermeiden. Zudem arbeiten wir an einem ausgewogenen und für beide Parteien fairen Pensionsvertrag für die Unterbringung, Haltung und Pflege der Tiere.
Insgesamt konnten sechs trächtige Mutterkühe in die Pension übernommen werden. Deren Nachwuchs, sechs Kälber, kamen mehrheitlich während der Umstrukturierungsphase auf die Welt. Alle diese Kälber bleiben bei ihren jeweiligen Mutterkühen. Ein zu Beginn des Projektes bereits separiertes Kalb (Bruce) wurde von mir übernommen. Ferner konnten für zehn nicht trächtige Kühe und einen Stier (später Ochse) neue Tierbesitzer gefunden werden. Insgesamt konnten fünfzehn betriebseigene Tiere und sieben Nachwuchskälber letztlich in die neue Pension übernommen werden. Die zwei betriebseigenen Tiere (Brenda & Biene) wurden auf Wunsch der neuen Besitzerin in die Pension vom Stall-Happy umplatziert. Vier der insgesamt vierundzwanzig Tiere (grün markiert) wurden von mir (später der Stiftung für Nutztiere) übernommen. Weitere 10 Tiere fanden auf Anfrage in der neuen Pension ein neues Zuhause. Stand 13. Oktober 2018
Projektverlauf: Zu jener Zeit hatte ich mich schon lange als Privatperson für die Vermittlung geretteter Tiere aus der Nutztierhaltung eingesetzt. Ich hatte bereits zahlreiche Kühe und Ochsen gerettet und für sie auf verschiedenen Pensionshöfen in der Schweiz einen Lebensplatz gefunden. Ich kontaktierte mein Netzwerk, das aus Lebehöfen, Tierschutzvereinen und tierliebenden Menschen besteht, um diese über das laufende Projekt und die neuen zur Verfügung stehenden Pensionsplätze zu informieren. Eine Anfrage vom Verein tierglueck-ch für eine Mutterkuh und ihrem Kälbchen brachte sprichwörtlich das Glück auch auf den neuen Pensionshof in der Schönau. Wir konnten den beiden Tieren einen Platz in der neuen Pension anbieten. Der Verein startete daraufhin einen Aufruf, durch den viele betriebseigene und teilweise auch trächtige Tiere an neue tierliebende Besitzer vermittelt werden konnten. Auch Patenschaften wurden durch den Aufruf gefunden. Ich selbst habe vier betriebseigene Tiere übernommen und für zwei weitere einen tierliebenden Menschen gefunden, welcher die Tiere übernahm. Die nachfolgende Aufstellung veranschaulicht, welche betriebseigenen Tiere wir in die Pension übernehmen und ihnen damit ein zweites und besseres Leben ermöglichen konnten. Ebenfalls konnte ich einigen Tieren, deren Besitzer anfragten, einen Pensionsplatz anbieten.
24 betriebseigene Tiere übernommen
7 Mutterkühe
7 Nachwuchs
1 Kalb
9 Kühe / Ochse
10 extern aufg. Tiere
Lisa
Luna
Bruce
Winza
Maja
Herta
India
Balou
Bigi
Flocke
Arun
Hades
Grümpy & Teddy
Mina
Aron
Lusti
Penny & Aramis
Blair
Bibbi
Bianca
Mini
Merla
Mara
Sabrina
Ferdinand
Biene
Brenda
Manu
Stern
Linda
Siona
Fantasia
Projektende: Knapp drei Monate nach Projektstart im Dezember 2017 hielt die Kuh- und Ochsenpension Schönau im Februar 2018 ihre ersten betriebseigenen Tiere willkommen: Lisa, Luna und Bruce zogen in den neu eingerichteten Pensionsbereich ein. Kurz darauf gesellten sich die älteren Damen Maja (17) und Bigi (18) hinzu, die ein neues Zuhause in der Pension gefunden hatten. In den folgenden Wochen und Monaten verbrachten die Tiere grösstenteils Zeit auf den Weiden, während der Milchbetrieb nach und nach reduziert wurde. Diese Phase wurde genutzt, um wichtige Stallumbauten abzuschliessen. Ausserdem fanden wir für alle Tiere aus dem Betrieb neue Paten und Besitzer, sodass sie nun ein sorgenfreies Leben in einer liebevollen Umgebung geniessen können.
Im Dezember 2017 fiel der offizielle Startschuss für die Umstrukturierung des Milchbetriebes mit dem Fokus auf eine neue Kuh- & Ochsenpension. Dabei wurden folgende Musskriterien definiert, die zwingend beachtet werden mussten: 1. Tierschutz: Kein Tier darf mehr geschlachtet werden. Trächtige Tiere, die in die Pension übernommen werden, durften ihre Kälber behalten und artgerecht aufziehen. 2. Tierübernahme: So viele betriebseigene Tiere wie möglich sollten in die neue Kuh- & Ochsenpension übernommen werden. 3. Umbauarbeiten: - Alle Einrichtungen für Anbindehaltungen und Einzelstandplätze, inklusive Kälberboxen, müssen komplett abgebaut werden. - Der gesamte Stallboden soll für den neuen Laufbereich auf ein Niveau angeglichen werden. - Die grobflechtigen Gitterroste auf dem Güllekanal sollen durch rutschfeste und kleinmaschige Roste ersetzt werden. - Die beiden getrennten Stallseiten sollen für den neuen Laufbereich im hinteren Teil durchgehend verbunden werden. - Genügend grosser Wanddurchbruch vom neuen Laufbereich in den neu geschaffenen Liegebereich. 4. Neuer Liegebereich: Neuer zusätzlicher und gut strukturierter Liegebereich mit Tiefeinstreu. Die Liegefläche soll proportional zu der Anzahl Pensionstiere ausbaufähig und für max. 30 Tiere ausgerichtet sein. 5. Sonstige Modernisierungen: - Wanddurchbruch für einen zweiten Durchgang am hinteren Ende vom Laufbereich zum Aussenbereich. - Montage von neuen und Hornfreundlichen Fressgitter zwischen Laufbereich und Futteraufnahmeplatz. - Zusätzliche Wassertränke im Laufbereich montierten. - Montage einer elektrischen Kuhbürste im Aussenbereich (gesponsert von Markus, später Stiftung für Nutztiere) 6. Betriebsanpassungen: Zeitgleich mit der Erweiterung der Kuhpension soll der Milchbetrieb entsprechend reduziert werden. 7. Umsetzungszeitraum: Die Umstrukturierung soll bis spätestens ein Jahr nach Projektstart (Dezember 2018) abgeschlossen sein.
Aufgabe der Stiftung:
Aufgabe der Stiftung:
Stand Februar 2028 Stand Februar 2028 Stand Februar 2028 Stand Februar 2028 Stand Februar 2028 Stand Februar 2028 Stand Februar 2028 Stand Februar 2028 13. Oktober 2018 13. Oktober 2018 13. Oktober 2018 13. Oktober 2018 13. Oktober 2018 13. Oktober 2018 13. Oktober 2018 13. Oktober 2018
Im Oktober 2018 feierten wir mit einem grossartigen Hoffest die offizielle Eröffnung der Kuh- & Ochsenpension Schönau. Der engagierte und sichtlich stolze Pensionsbetreiber Sepp Dörig gab den geladenen Gästen erfreut bekannt, dass alle 32 Pensionsplätze bereits belegt sind. Ein unvergesslicher Start in eine neue und hoffnungsvolle Zukunft nicht nur für die Familie Dörig, sondern auch für alle Tiere, die das Glück haben werden, hier ihren Lebensabend verbringen zu dürfen.
NEWS 1 / 5 Ein neues und benutzerfreundliches Webseiten-Design für die Domain stifnu-tiere.ch wurde heute, 29.12.2024 online geschaltet. Dezember 2024
NEWS 5 / 5 Die Stiftung übernimmt per 1.12.2025 14 Skudde Schafe aus privater Haltung. November 2025
NEWS 4 / 5 Das neue und benutzerfreundliche Webseiten-Design für die Domain stifnu.ch wurde am 26.11.2025 online geschaltet. November 2025
NEWS 3 / 5 Stiftungsbeiträge werden ab sofort nicht mehr auf Facebook und Instagram publiziert! (unsere Konten wurden mehrfach gehackt) Dezember 2024
NEWS 2 / 5 alle Seiten der Domain stifnu.ch werden vorraus- sichtlich gegen Ende des 4. Quartal 2025 auf das neue Webseiten-Design umgestellt. Dezember 2024
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Erste Kontakte: Im Oktober 2017 hatte ich, Markus Bosshard das Vergnügen, die Familie Dörig kennenzulernen, die auf der Suche nach neuen Perspektiven für ihren Milchbetrieb war. Sie informierten sich bei Roland Hugentobler, dem Betreiber vom Stall-Happy, einem tierfreund- lichen Ort, der Pensionsplätze für Pferde als in kleinerem Umfang auch für Kühe und Ochsen anbietete. Die Familie Dörig war motiviert, Veränderungen in ihrem Betrieb vorzunehmen, und war auch bereit, neue Wege zu gehen. Die ursprüngliche Idee, eine Pferdepension zu betreiben, wandte sich jedoch in eine vielversprechendere Richtung, als Sepp Dörig die Möglichkeiten für die seinerzeit 15 Pensionskühe und -ochsen im Stall- Happy vorgestellt bekam. An diesem Tag hatte ich das Glück, ebenfalls vor Ort anwesend zu sein. Roland und ich konnten der Familie Dörig die Vorteile und Chancen einer Kuhpension aufzeigen, die als innovatives Konzept problemlos in die bestehende Landwirtschaft integriert werden kann. Die Offenheit der Familie Dörig, sich aktiv von der traditionellen Haltungsstruktur zu entfernen, während sie gleichzeitig ihren geliebten Tieren treu bleiben wollten, war bemerkenswert. Dieses Engagement für das Wohlergehen ihrer Tiere ist nicht nur lobenswert, sondern illustriert auch ihre progressive Denkweise. Ihre Bereitschaft, neue Wege zu gehen und sich den Herausforderungen einer sich wandelnden Zukunft zu stellen, ist inspirierend und zeigt Entschlossenheit. Der Austausch während unseres Treffens war für mich persönlich sehr bedeutend und hat die Weichen für eine spannende und zukunftsorientierte Entwicklung gestellt. Es ist ermutigend zu wissen, dass es Menschen wie Sepp und Isabelle Dörig gibt, die bereit sind, neue Wege zu beschreiten und ein Beispiel für andere zu sein, wie man respektvollen Umgang mit Tieren auch in landwirtschaftlichen Betrieben positiv und wirtschaftlich gestalten und umsetzen kann. Sepp Dörig und ich vereinbarten zeitnah einen Termin, um die nächsten Schritte zur Umsetzung dieser vielversprechenden Idee auf Ihrem Hof in der Oberschönau weiter zu vertiefen und voranzutreiben.
Erste Hofbegehung - Nov. 2017 Bei meiner ersten Hofbesichtigung im November 2017 bekam ich einen guten Eindruck von der Infrastruktur. Das Stallgebäude ist in zwei Bereiche gegliedert: ein vorderer Teil für Kühe und Kälber und ein angrenzender Bereich mit Heustock sowie zusätzliche Unterkünfte und Platz für Heuwagen und Traktoren. Der vordere Stallbereich ist in zwei gegenüberliegende Bereiche unterteilt, wo jeweils bis zu 17 Tiere in Anbindehaltung Platz finden. Die Kühe tragen Glocken in unterschiedlicher Grösse. Es gibt einen angrenzenden Aussenauslauf mit vorteilhaftem Untergrund aus Holzhäcksel, wo sich die Kühe besonders im Winter regelmässig frei bewegen können. Die Kälber werden in zwei separaten Laufboxen mit Tiefeinstreu und in Gruppenhaltung untergebracht. Für trächtige Kühe ist im angrenzenden Stall ein grosszügiger Abkalbe-Bereich eingerichtet. Zudem sind hier auch drei Familien-Pferde untergebracht. Von Frühling bis Spätherbst können die Tiere auf einem weitläufigen Weideland von 20 Hektar grasen, das rund um den Betrieb liegt und grösstenteils einsehbar ist. Ausserdem bereichern ein treuer Hofhund und einige Katzen, die aus dem Tierheim adoptiert wurden, das Hofleben.
Stand November 2017 Stand November 2017 Stand November 2017 Stand November 2017 Stand November 2017 Stand November 2017 Stand November 2017 Stand November 2017
Planung für Umbau: Bei einer weiteren Begehung der Stallinfrastruktur zusammen mit Roland Hugentobler wurden die notwendigen Umbauarbeiten besprochen. Wir konnten schnell festlegen, wo und wie Wanddurchbrüche für den Zugang zum neuen Liegebereich sowie einen zweiten Durchgang nach draussen sinnvoll und kosteneffizient umgesetzt werden können. Auch das Verlegen zusätzlicher Wasserleitungen für die Tränke im Laufbereich haben wir geklärt. Zudem wurde besprochen, wie die zukünftige Laufstallstruktur aussehen soll. Der neue Liegebereich wird erweiterbar sein und mit einer stabilen Holzwand sowie zwei Durchgängen den Tieren einen gut strukturierten und sicheren Aufenthaltsort bieten.
Vereinbarte Projekt-Ziele: Die Gründung der Stiftung für Nutztiere war zu diesem Zeitpunkt noch in der Planungsphase, und es fehlten konkrete Richtlinien für eine Kuh- & Ochsenpension. Daher haben Roland, Sepp und ich gemeinsam die Projektziele auf Basis meiner bisherigen Erfahrungen festgelegt. Für die Familie Dörig ist dieses Projekt eine Herzensangelegenheit, weshalb viele zusätzliche Stallkomponenten integriert wurden, die wir hier nicht im Einzelnen auflisten.
Im Dezember 2017 fiel der offizielle Startschuss für die Umstrukturierung des Milchbetriebes mit dem Fokus auf eine neue Kuh- & Ochsenpension. Dabei wurden folgende Musskriterien definiert, die zwingend beachtet werden mussten: 1. Tierschutz: Kein Tier darf mehr geschlachtet werden. Trächtige Tiere, die in die Pension übernommen werden, durften ihre Kälber behalten und artgerecht aufziehen. 2. Tierübernahme: So viele betriebseigene Tiere wie möglich sollten in die neue Kuh- & Ochsenpension übernommen werden. 3. Umbauarbeiten: - Alle Einrichtungen für Anbindehal- tungen und Einzelstandplätze, inklusive Kälberboxen, müssen komplett abgebaut werden. - Der gesamte Stallboden soll für den neuen Laufbereich auf ein Niveau angeglichen werden. - Die grobflechtigen Gitterroste auf dem Güllekanal sollen durch rutschfeste und kleinmaschige Roste ersetzt werden. - Die beiden getrennten Stallseiten sollen für den neuen Laufbereich im hinteren Teil durchgehend verbunden werden. - Genügend grosser Wanddurchbruch vom neuen Laufbereich in den neu geschaffenen Liegebereich. 4. Neuer Liegebereich: Neuer zusätzlicher und gut strukturierter Liegebereich mit Tiefeinstreu. Die Liegefläche soll proportional zu der Anzahl Pensionstiere ausbaufähig und für max. 30 Tiere ausgerichtet sein. 5. Sonstige Modernisierungen: - Wanddurchbruch für einen zweiten Durchgang am hinteren Ende vom Laufbereich zum Aussenbereich. - Montage von neuen und Hornfreund- lichen Fressgitter zwischen Laufbe- reich und Futteraufnahmeplatz. - Zusätzliche Wassertränke im Laufbereich montierten. - Montage einer elektrischen Kuhbürste im Aussenbereich (gesponsert von Markus, später Stiftung für Nutztiere) 6. Betriebsanpassungen: Zeitgleich mit der Erweiterung der Kuhpension soll der Milchbetrieb entsprechend reduziert werden. 7. Umsetzungszeitraum: Die Umstrukturierung soll bis spätestens ein Jahr nach Projektstart (Dezember 2018) abgeschlossen sein.
Stand Februar 2028 Stand Februar 2028 Stand Februar 2028 Stand Februar 2028 Stand Februar 2028 Stand Februar 2028 Stand Februar 2028 Stand Februar 2028
Aufgabe als Privatperson: Die wichtigste Aufgabe in diesem Projekt besteht darin, Gönnerinnen und Gönner sowie Patenschaften für die betriebseigenen Tiere zu finden. Höchste Priorität haben die bereits älteren Tiere im Betrieb, die aufgrund ihrer abnehmenden Milchleistung nicht mehr auf andere Höfe verkauft werden können. Für diese gilt es, schnellstens Patenschaften zu finden, um die wiederkehrenden Pensionskosten zu decken. Zusätzlich sollen die neu geschaffenen Pensionsplätze sowohl mit betriebseigenen als auch mit Tieren von externen Anfragen belegt werden. Das Ziel ist, die finanzielle Situation im Einklang mit dem Rückbau der Milchwirtschaft für den Betreiber ausgeglichen zu halten. Die Organisation von Transporten für externe Tiere zur neuen Kuh- & Ochsenpension gehört ebenfalls zu den Aufgaben. Um der neuen Kuh- & Ochsenpension Schönau mehr Sichtbarkeit zu verschaffen, wird eine neue Website erstellt, die die positiven Aspekte einer artgerechten und nachhaltigen Tierhaltung hervorhebt. Regelmässige Hofbesuche und Gespräche über den Projektverlauf helfen uns, Verzögerungen oder Missverständnisse zu vermeiden. Zudem arbeiten wir an einem ausgewogenen und für beide Parteien fairen Pensionsvertrag für die Unterbringung, Haltung und Pflege der Tiere.
Projektverlauf: Zu jener Zeit hatte ich mich schon lange als Privatperson für die Vermittlung geretteter Tiere aus der Nutztierhaltung eingesetzt. Ich hatte bereits zahlreiche Kühe und Ochsen gerettet und für sie auf verschiedenen Pensionshöfen in der Schweiz einen Lebensplatz gefunden. Ich kontaktierte mein Netzwerk, das aus Lebehöfen, Tierschutzvereinen und tierliebenden Menschen besteht, um diese über das laufende Projekt und die neuen zur Verfügung stehenden Pensionsplätze zu informieren. Eine Anfrage vom Verein tierglueck-ch für eine Mutterkuh und ihrem Kälbchen brachte sprichwörtlich das Glück auch auf den neuen Pensionshof in der Schönau. Wir konnten den beiden Tieren einen Platz in der neuen Pension anbieten. Der Verein startete daraufhin einen Aufruf, durch den viele betriebseigene und teilweise auch trächtige Tiere an neue tierliebende Besitzer vermittelt werden konnten. Auch Patenschaften wurden durch den Aufruf gefunden. Ich selbst habe vier betriebseigene Tiere übernommen und für zwei weitere einen tierliebenden Menschen gefunden, welcher die Tiere übernahm. Die nachfolgende Aufstellung veranschaulicht, welche betriebseigenen Tiere wir in die Pension übernehmen und ihnen damit ein zweites und besseres Leben ermöglichen konnten. Ebenfalls konnte ich einigen Tieren, deren Besitzer anfragten, einen Pensionsplatz anbieten.
24 betriebseigene Tiere übernommen
7 Mutterkühe
7 Nachwuchs
1 Kalb
9 Kühe / Ochse
10 extern aufg. Tiere
Lisa
Luna
Bruce
Winza
Maja
Herta
India
Balou
Bigi
Flocke
Arun
Hades
Grümpy & Teddy
Mina
Aron
Lusti
Penny & Aramis
Blair
Bibbi
Bianca
Mini
Merla
Mara
Sabrina
Ferdinand
Biene
Brenda
Manu
Stern
Linda
Siona
Fantasia
Insgesamt konnten sechs trächtige Mutterkühe in die Pension übernommen werden. Deren Nachwuchs, sechs Kälber, kamen mehrheitlich während der Umstrukturierungsphase auf die Welt. Alle diese Kälber bleiben bei ihren jeweiligen Mutterkühen. Ein zu Beginn des Projektes bereits separiertes Kalb (Bruce) wurde von mir übernommen. Ferner konnten für zehn nicht trächtige Kühe und einen Stier (später Ochse) neue Tierbesitzer gefunden werden. Insgesamt konnten fünfzehn betriebseigene Tiere und sieben Nachwuchskälber letztlich in die neue Pension übernommen werden. Die zwei betriebseigenen Tiere (Brenda & Biene) wurden auf Wunsch der neuen Besitzerin in die Pension vom Stall- Happy umplatziert. Vier der insgesamt vierundzwanzig Tiere (grün markiert) wurden von mir (später der Stiftung für Nutztiere) übernommen. Weitere 10 Tiere fanden auf Anfrage in der neuen Pension ein neues Zuhause. Stand 13. Oktober 2018
Projektende: Knapp drei Monate nach Projektstart im Dezember 2017 hielt die Kuh- und Ochsenpension Schönau im Februar 2018 ihre ersten betriebseigenen Tiere willkommen: Lisa, Luna und Bruce zogen in den neu eingerichteten Pensionsbe- reich ein. Kurz darauf gesellten sich die älteren Damen Maja (17) und Bigi (18) hinzu, die ein neues Zuhause in der Pension gefunden hatten. In den folgenden Wochen und Monaten verbrachten die Tiere grösstenteils Zeit auf den Weiden, während der Milchbetrieb nach und nach reduziert wurde. Diese Phase wurde genutzt, um wichtige Stallumbauten abzuschliessen. Ausserdem fanden wir für alle Tiere aus dem Betrieb neue Paten und Besitzer, sodass sie nun ein sorgenfreies Leben in einer liebevollen Umgebung geniessen können.
13. Oktober 2018 13. Oktober 2018 13. Oktober 2018 13. Oktober 2018 13. Oktober 2018 13. Oktober 2018 13. Oktober 2018 13. Oktober 2018
Im Oktober 2018 feierten wir mit einem grossartigen Hoffest die offizielle Eröffnung der Kuh- & Ochsenpension Schönau. Der engagierte und sichtlich stolze Pensionsbetreiber Sepp Dörig gab den geladenen Gästen erfreut bekannt, dass alle 32 Pensionsplätze bereits belegt sind. Ein unvergesslicher Start in eine neue und hoffnungsvolle Zukunft nicht nur für die Familie Dörig, sondern auch für alle Tiere, die das Glück haben werden, hier ihren Lebensabend verbringen zu dürfen.
Markus Bosshard / Oktober 2018
Stiftung für Nutztiere

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